Der ZIA kritisiert die Verlängerung des Shutdowns für Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie. "Faktisch öffnen die meisten Geschäfte aufgrund der Stufenregelungen erst ab 5. April – das ist für viele Firmen zu spät", sagt ZIA-Präsident Andreas Mattner.
Der Stufenplan sei entgegen dem Ratschlag von Fachleuten allein an Inzidenzen und nicht weiteren Faktoren wie der Bettenauslastung auf Intensivstationen orientiert. Unter Berücksichtigung der Auslastung der Intensivstationen wäre eine Öffnung bereits ab dem 8. März möglich gewesen, so Mattner. Bund und Länder haben gestern Abend ein Stufenkonzept mit fünf Öffnungsschritten beschlossen. Schritt 1 (Schulen, Kitas, Friseure) gilt bereits, Schritt 2 (Buchhandlungen und körpernahe Dienstleistungen) greift ab dem 8. März. Schritte 3 bis 5 sollen Lockerungen für Außengastronomie, Einzelhandel und Freizeitveranstaltungen ermöglichen, sobald in den Kommunen ein Inzidenzwert von 100 (leichte Lockerungen) bzw. von 50 (umfangreichere Lockerungen) unterschritten wird. Über Öffnungsperspektiven für Innengastronomie, Hotellerie und Reisen soll erst wieder am 22. März diskutiert werden.
Kabinett beschließt neue Mietrechtsregeln
Den Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Neuregelung von möbliertem Wohnen und Indexmieten hat diesen Mittwoch das Bundeskabinett beschlossen. Leichte Änderungen am ursprünglichen Entwurf wurden vorgenommen.
Immobilienpreise ziehen wieder an und nähern sich Rekordniveau
Die Immobilienpreise in Deutschland nähern sich nach Daten von finanzierenden Banken wieder Rekordniveaus aus Boomzeiten. Im Schlussquartal 2025 verteuerten sich Wohnungen und Häuser um 4,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie aus dem Index des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervorgeht. Er beruht auf realen Abschlüssen von mehr als 700 Banken.
Zinsdynamik am Immobilienmarkt: Warum die Renditen der Bundesanleihen wichtiger sind als die EZB-Leitzinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute entschieden, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Für Immobilienkäuferinnen- und käufer ist der Blick auf die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe jedoch deutlich erkenntnisreicher.
Bundesregierung kippt Fortbildungspflicht für Makler und Verwalter
Die Bundesregierung hat die Weiterbildungspflicht für Immobilienverwalter und Makler abgeschafft. In der Branche stößt das Vorhaben auf deutliche Kritik, da viele Fachleute negative Folgen für Qualität, Fachwissen und Verbraucherschutz befürchten. Das Bundeskabinett beschloss am 5. November 2025 das sogenannte Bürokratierückbaugesetz, das auf Eigenverantwortung statt staatlicher Vorgaben setzt.