Adobe Stock 221176745 web

Immobilienpreise ziehen wieder an und nähern sich Rekordniveau

Die Immobilienpreise in Deutschland nähern sich nach Daten von finanzierenden Banken wieder Rekordniveaus aus Boomzeiten. Im Schlussquartal 2025 verteuerten sich Wohnungen und Häuser um 4,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie aus dem Index des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervorgeht. Er beruht auf realen Abschlüssen von mehr als 700 Banken. Der Aufwärtstrend der Immobilienpreise seit 2024 habe sich fortgesetzt, sagte VDP-Präsident Gero Bergmann in Frankfurt. „Inzwischen sind die Preise für Wohnimmobilien nicht mehr weit von ihrem im Sommer 2022 erreichten Rekordniveau entfernt.“ Damals hatten Niedrigzinsen für einen Boom gesorgt.

Steigende Preise und Mieten erwartet

In den sieben Metropolen, darunter Berlin, Hamburg und München, stiegen die Kaufpreise zum Jahresende 2025 besonders um 4,7 Prozent, so der Verband, in dem die wichtigsten Immobilienfinanzierer zusammengeschlossen sind. Die Neuvertragsmieten seien in den Metropolen um 3,5 Prozent geklettert.

Wegen des großen Mangels an Wohnraum rechnet der Verband damit, dass die Mieten weiter steigen und sich Immobilien 2026 im Bundesschnitt um 2,5 bis 4,5 Prozent verteuern. Dann könnten hier neue Rekorde erreicht werden. Die Zuversicht zu Jahresbeginn sei inzwischen vom Krieg gedämpft. Von einer Refinanzierungskrise könne aber noch keine Rede sein.

Würgen höhere Bauzinsen die Erholung ab?

Wegen des Iran-Kriegs müssen Hausbauer und Wohnungskäufer höhere Kreditzinsen stemmen. Denn mit gestiegenen Öl- und Gaspreisen und einer höheren Inflation im Euroraum wird erwartet, dass die EZB die Leitzinsen in den kommenden Monaten anhebt. Im Zuge dessen sind die langfristigen Kapitalmarktzinsen, an denen sich die Bauzinsen orientieren, deutlich gestiegen. Für zehnjährige Immobilienkredite werden wieder Zinsen von knapp vier Prozent fällig. Für Verbraucher, die oft Kredite über Hunderttausende Euro aufnehmen, ist das schmerzhaft. Trotz der Unsicherheit bleibt die Kreditvergabe lebhaft, insbesondere bei Wohn- und Mehrfamilienhäusern.

Quelle: WirtschaftsWoche

Latest news.
EZB sw Zinsdynamik am Immobilienmarkt: Warum die Renditen der Bundesanleihen wichtiger sind als die EZB-Leitzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute entschieden, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Für Immobilienkäuferinnen- und käufer ist der Blick auf die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe jedoch deutlich erkenntnisreicher.

>>> mehr lesen
Adobe Stock 225125187 web Bundesregierung kippt Fortbildungspflicht für Makler und Verwalter

Die Bundesregierung hat die Weiterbildungspflicht für Immobilienverwalter und Makler abgeschafft. In der Branche stößt das Vorhaben auf deutliche Kritik, da viele Fachleute negative Folgen für Qualität, Fachwissen und Verbraucherschutz befürchten. Das Bundeskabinett beschloss am 5. November 2025 das sogenannte Bürokratierückbaugesetz, das auf Eigenverantwortung statt staatlicher Vorgaben setzt.

>>> mehr lesen
CIMG2523 Luxusimmobilien 2026: Markt geteilt - Neubaukrise verschärft sich

Der deutsche Immobilienmarkt im Premium- und Luxussegment zeigt sich für 2026 vorsichtig optimistisch, doch die Entwicklung verläuft stark segmentiert. Während hochwertige Objekte stabile Preise erzielen, kämpfen ältere Bestandsimmobilien mit massiven Wertverlusten.

>>> mehr lesen
Skyline1 Das Baujahr entscheidet: Preissprung von 2253 Euro pro Quadratmeter in Frankfurt

In Frankfurt klaffen die Immobilienpreise zwischen Baujahren extrem auseinander. Nur Düsseldorf zeigt eine ähnlich starke Dynamik im Vergleich. Zwischen Gründerzeitfassaden, Nachkriegsmoderne und neuen Quartieren aus Glas und Beton wird in Frankfurt nicht nur Stadtgeschichte sichtbar, sondern auch ein harter Preisvergleich. Eine aktuelle Analyse von Von Poll Immobilien zeigt: Der Wert von Wohnimmobilien folgt längst nicht mehr allein dem Baujahr.

>>> mehr lesen
All News
immobilienscout24 gold wappen