Die Bundesregierung hat die Weiterbildungspflicht für Immobilienverwalter und Makler abgeschafft. In der Branche stößt das Vorhaben auf deutliche Kritik, da viele Fachleute negative Folgen für Qualität, Fachwissen und Verbraucherschutz befürchten. Das Bundeskabinett beschloss am 5. November 2025 das sogenannte Bürokratierückbaugesetz, das auf Eigenverantwortung statt staatlicher Vorgaben setzt. Der Verband der Immobilienverwalter Deutschland warnt vor einem Rückschritt in der Professionalisierung und sieht das Vertrauen von Eigentümern und Mietern in die Branche gefährdet. Regelmäßige Fortbildungen gelten bislang als wichtiger Beitrag, um rechtliche und technische Entwicklungen im Blick zu behalten. Fachverbände kündigten an, sich weiterhin politisch und fachlich gegen die geplante Streichung einzusetzen, um ein Mindestmaß an Qualitätssicherung zu erhalten.
Kabinett beschließt neue Mietrechtsregeln
Den Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zur Neuregelung von möbliertem Wohnen und Indexmieten hat diesen Mittwoch das Bundeskabinett beschlossen. Leichte Änderungen am ursprünglichen Entwurf wurden vorgenommen.
Immobilienpreise ziehen wieder an und nähern sich Rekordniveau
Die Immobilienpreise in Deutschland nähern sich nach Daten von finanzierenden Banken wieder Rekordniveaus aus Boomzeiten. Im Schlussquartal 2025 verteuerten sich Wohnungen und Häuser um 4,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie aus dem Index des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervorgeht. Er beruht auf realen Abschlüssen von mehr als 700 Banken.
Zinsdynamik am Immobilienmarkt: Warum die Renditen der Bundesanleihen wichtiger sind als die EZB-Leitzinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute entschieden, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Für Immobilienkäuferinnen- und käufer ist der Blick auf die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe jedoch deutlich erkenntnisreicher.
Der deutsche Immobilienmarkt im Premium- und Luxussegment zeigt sich für 2026 vorsichtig optimistisch, doch die Entwicklung verläuft stark segmentiert. Während hochwertige Objekte stabile Preise erzielen, kämpfen ältere Bestandsimmobilien mit massiven Wertverlusten.