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Deutschlandweite Studie: Wohnungen und Häuser verteuern sich nach längerer Zeit spürbar.

Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, muss erstmals seit mehr als zwei Jahren deutlich mehr Geld bezahlen. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Mieten steigen vor allem in Ballungsräumen ungebremst.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind einer Studie zufolge im ersten Quartal erstmals seit langer Zeit deutlich gestiegen. Eigentumswohnungen verteuerten sich in der Zeit von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 1,1 Prozent, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten verglichen mit dem Vorjahresquartal sogar 2,9 Prozent mehr. Das ist der stärkste Preisanstieg seit mehr als zwei Jahren.

»Diese Entwicklung deutet auf eine gewisse Stabilisierung des Marktes hin«, schreiben die IW-Ökonomen Pekka Sagner und Michael Voigtländer. »Dabei dürften leicht gesunkene Finanzierungskosten ebenso eine Rolle spielen wie die anhaltende Nachfrage nach Wohneigentum – insbesondere im Bestand.«

Besonders stark stiegen die Kaufpreise in Essen (plus 6,3 Prozent) und Leipzig (plus 5,8 Prozent). Köln bildet eine Ausnahme mit einem leichten Rückgang der Preise von 0,3 Prozent. In Düsseldorf, Dortmund, Berlin und Stuttgart entwickelten sich die Preise moderat.

Es sei davon auszugehen, dass Kauf- und Mietpreise im Jahresverlauf weiter ansteigen, heißt es. Der Grund: Nach wie vor werde zu wenig gebaut, während die Nachfrage hoch bleibe. Die jüngsten Preisbewegungen seien aber keine Rückkehr zur Dynamik früherer Boomjahre.

Mieten steigen weiter

Keine Anzeichen für Entspannung sehen die Forschenden auf dem Markt für Mietwohnungen. Die Mieten stiegen bundesweit in den ersten drei Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent, nach 4,7 Prozent im vierten Quartal und 5,3 Prozent im dritten Quartal 2024.

»Die geringeren Zuwachsraten folgen dabei der leicht abschwächenden Lohndynamik infolge der anhaltenden konjunkturellen Schwäche«, heißt es. Trotzdem bleibe die Dynamik hoch. »Der anhaltende Mangel an verfügbarem Wohnraum trifft auf eine robuste Nachfrage, insbesondere in Ballungszentren und wirtschaftlich attraktiven Regionen«, betonte das IW. »Auch wirtschaftliche Unsicherheiten dämpfen die Nachfrage nach Mietwohnungen bislang kaum.«

Am stärksten erhöhten sich die Mieten binnen eines Jahres in Leipzig (plus 7,7 Prozent), Essen und Frankfurt (jeweils plus 6,1 Prozent) sowie Düsseldorf (plus 5,8 Prozent). Auch Hamburg, München und Stuttgart legen mit jeweils rund 4,9 beziehungsweise 4,6 Prozent erneut deutlich zu. Berlin bleibt nach zuletzt großen Anstiegen mit einem Plus von 3,0 Prozent unter dem Durchschnitt, ebenso Köln (3,5 Prozent) und Dortmund (3,7 Prozent).

Quelle: www.spiegel.de

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